Wiesbaden. Fantastischer Erfolg für die B-Jugendfußballer der SG Germania, die bei den Futsal-Hessenmeisterschaften im mittelhessischen Oberau die Wiesbadener Farben vertraten. Und wie! Am Ende durfte der Germania-Tross um Trainer Martin Fraund mit der Siegerurkunde im Gepäck die Heimreise antreten. Die Mannschaftskameraden, die nicht zum Einsatz kamen, aber ebenso wie die Eltern von draußen mitfieberten, waren schier aus dem Häuschen.
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Genauso wie Trainer Fraund und die Protagonisten auf dem Hallenspielfeld. „Drei Siege, zwei Unentschieden und eine absolute Wahnsinns-Mannschaft. Wir sind alle so stolz auf die Jungs. Als komplett jüngerer Jahrgang haben wir uns gegen die anderen starken Teams behauptet, die teilweise Hessenliga spielen“, zeigte sich der Coach hellauf begeistert.
Der Lohn: Am 8. März geht die abenteuerliche Futsal-Reise der jungen Germanen bei den Süddeutschen Meisterschaften in Ehingen weiter. Womöglich gegen Teams mit klangvollen Vereinsnamen.
Mit Torwart und vier Feldspielern auf der Fläche eines Handballfeldes mit sprungreduziertem Ball auf die drei mal zwei Meter messenden Handballtore zu spielen, darin sind die Wiesbadener, die zum Großteil seit der F-Jugend zusammenspielen, längst zu Experten geworden. Die südamerikanische Variante des Hallenfußballs, die bei Spielen ohne Hallenbande Ballgefühl, Technik und Spielintelligenz vereint, wird im Kreis Wiesbaden während des Winters von der A- bis zur D-Jugend gespielt. Der Germania-Erfolg ist für Kreisjugendwart Dieter Pfauth und seinen Stellvertreter Siggi Maurer eine Bestätigung, auf Futsal zu setzen.
In Oberau ebnete ein 1:0 zum Auftakt den Weg zum Titel. Sofort wurde deutlich, dass Mannschaften wie Barockstadt Fulda-Lehnerz, JSG Kirdorf und FV Eppertshausen tollen Futsal spielen. Im zweiten Spiel gegen den späteren Zweitplatzierten aus Eppertshausen gelang ein 2:1-Sieg, der am Ende durch den direkten Vergleich sehr wichtig wurde. Mit dem 2:0 über den FC Burgsolms verschafften sich die Jungs aus der Landeshauptstadt eine prima Ausgangsposition. Das 3:3 im dritten Match gegen Kirdorf nach 2:0 und 3:1-Führung sorgte keineswegs für Enttäuschung, sondern stachelte die Germania-Formation noch mehr an. Unabhängig davon, dass vor dem Duell mit Barockstadt bereits aufgrund der Ergebnisse in den anderen Spielen der Gewinn des Hessentitels feststand.
Süddeutsche Meisterschaften am 8. März
Durch das abschließende Remis fuhren die Wiesbadener ungeschlagen und in Feierlaune nach Hause. Um am 8. März wieder zu den Süddeutschen aufzubrechen. Das Kfz-Sachverständigenbüro Groß will als Sponsor der Germania-Nachwuchsabteilung erneut einen Neuner-Bus zur Verfügung stellen. Sollten sich weitere Gönner finden, könnte es auch im Reisebus in Richtung Ehingen gehen, das knapp 25 Kilometer von Ulm entfernt liegt. „Die Jungs sollen dort den Tag einfach genießen“, blickt Martin Fraund voraus. Der Hessentitel ist seinen Jungs schon mal nicht mehr zu nehmen. Nebenbei: Der Sieger der Süddeutschen qualifiziert sich für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft vom 14. bis zum 16. März in Duisburg-Wedau.