Die Löwen-Fans dürften ihn immer noch in schlechter Erinnerung haben. Im November 2023 wurde Daniel Gerstmayer bayernweit bekannt, als er mit seinem goldenen Treffer den FC Pipinsried sensationell zum Totopokal-Triumph gegen den TSV 1860 München schoss. In der laufenden Saison war der großgewachsene Angreifer bisher in der Regionalliga Bayern für Türkgücü München am Ball. In 20 Einsätzen gelangen ihm dabei vier Treffer. Jetzt hat sich der 21-Jährige kurz vor Ende der Wintertransferperiode für einen Wechsel entschieden und schließt sich dem sächsischen Regionalligisten VFC Plauen an.
Ein Abgang kurz bevor das Transferfenster schließt - ein Szenario, das Vereine gerne tunlichst vermeiden. "Wir hätten ihn natürlich gerne behalten", lässt demzufolge auch Türkgücü-Cheftrainer Alper Kayabunar wissen, hegt aber dennoch keinen Groll: "Es ist alles korrekt abgelaufen. 'Gersti' ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, nach Plauen wechseln zu dürfen, weil er dort auch ein gutes Jobangebot erhalten hat. Wir haben ihm deshalb auch keine Steine in den Weg gelegt. Sportlich schmerzt uns der Abgang freilich schon, vor allem weil er kurz vor der Winterpause auch wichtige Tore geschossen hat, wie das 1:0 in Augsburg oder das 1:0 gegen Fürth. Schade, aber ich wünsche 'Gersti' nur das Beste, er ist ein super Typ."
Beim VFC Plauen soll Gerstmayer die Offensive beleben. Bei den Vogtländern drückt der Schuh nämlich an vorderster Front. Magere 18 Treffer bislang in der Regionalliga Nordost sind kein Ruhmesblatt. Gerstmayer soll nun mithelfen, den Klassenerhalt zu sichern.
Ob Türkgücü München nun auf den kurzfristigen Abgang reagiert und nochmals auf dem Transfermarkt aktiv wird? "Eher unwahrscheinlich", betont Kayabunar und erklärt warum: "Wir haben ja mit Fatjon Celani vom TSV Buchbach bereits einen Angreifer geholt, der diese Lücke schließen kann. Auch ein Marco Popovic kann diese Rolle übernehmen. Wir sind also gut aufgestellt und können das durchaus intern kompensieren."