2025-04-02T15:12:16.030Z 1743810042336

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Jubel nach dem Führungstreffer: Moritz Müller (r.) netzte zum 1:0 ein.
Jubel nach dem Führungstreffer: Moritz Müller (r.) netzte zum 1:0 ein. – Foto: Oliver Rabuser

Trotz Müller-Festspielen mit Dreierpack und Vorlage – enge Kiste für Garmisch-Partenkirchen

Heimsieg gegen FC Unterföhring

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen dominiert Unterföhring lange Zeit, gerät aber ins Wackeln. Trotz einer 4:0-Pausenführung wurde es am Ende spannend.

Garmisch-Partenkirchen – Eindrucksvoller hätte Moritz Müller sein Comeback nicht inszenieren können. Beim 4:3-Erfolg des 1. FC Garmisch-Partenkirchen stahl der Frontmann der Werdenfelser allen Mit- und Gegenspielern die Show. Mit drei Treffern und einer Vorlage erledigte Müller die Unterföhringer nahezu im Alleingang.

Der 4:0-Pausenstand spiegelte die Kräfteverhältnisse nur allzu deutlich wider. Mit fortschreitender Spieldauer aber verlor sich die Elf von Stefan Schwinghammer in einer gewagten Sorglosigkeit, die beinahe zum Stolperstein geworden wäre. „Ist nochmal gut gegangen“, bilanzierte der Coach.

Christoph Schmidt trifft zur Führung – Moritz Müller legt nach

Da war er also wieder: Moritz Müller. Das nasskalte Wetter bewirkte das Gegenteil eines Besucherrekordes. Den Zuschauern, die den Weg ins Stadion auf sich nahmen, erschloss sich gleichwohl schnell, was dem FC in den vergangenen Wochen fehlte: Durchschlagskraft, Entschlossenheit, Finesse. Kurzum: Müller.

Zwei Minuten dauerte es, ehe der Torjäger erstmals unwiderstehlich auf und davon zog, da aber noch am Fußreflex von Gästekeeper Sebastian Fritz scheiterte. Kurz darauf war es dann schon so weit. Eine Viertelstunde später ließ sich Müller in einer fast deckungsgleichen Situation nicht mehr aufhalten, stellte auf 2:0. Den ersten Treffer besorgte Christoph Schmidt, weil er nach einem zunächst abgewehrten Eckball bei der neuerlichen Hereingabe im Gegensatz zu seinem Gegenspieler immer noch in Mittelstürmerposition verweilte.

Vergeblicher Versuch, sich bei Poniewaz zu revanchieren

Zurück zu den Müller-Festspielen. Sahin Bahadir, Unterföhrings Abwehrspieler, stoppte den Ball akkurat in den Lauf von Jonas Poniewaz, der nur auf Müller abzulegen brauchte – 3:0. Sich gegenseitig zu revanchieren, ist unumstößliches Mantra des Sturmduos. So bediente Müller dann Poniewaz mit dem perfekten Ball, doch sein Kollege war nicht auf Spannung, verfehlte das leere Tor aus acht Metern.

Ähnlich unfassbar wie Müllers 76 Spielminuten währender Arbeitsnachweis. Beim 4:0 klaute er Darius Awoudja die Kugel nahe der Mittel- und Seitenlinie. Während der Gästeakteur den Mini-Kontakt heftig beklagte, lief der FC-Scharfschütze schon wieder alleine auf den gegnerischen Keeper Sebastian Fritz zu.

„Wir müssen sieben Tore schießen, kommen aber plötzlich in die Bredouille.“

Stefan Schwinghammer

Unterföhring agierte im ersten Abschnitt dürftig. Aber das änderte sich. Just als Quirin Wellenstein den fünften Treffer ausließ, meldete sich der FCU zurück. Beide ersten Treffer waren Hereingaben von der rechten Flanke und Unachtsamkeiten im Deckungszentrum. Den finalen Spannungsbogen hätte es überhaupt nicht gebraucht, weil auch Poniewaz noch eine Top-Chance hatte.

„Wir müssen sieben Tore schießen, kommen aber plötzlich in die Bredouille“, moniert der Coach. Nach dem 3:4 sei dann „die gesamte Mannschaft geschwommen“. Die Kräfte schwanden, und die Stabilität ging sukzessive verlustig. So kam der Schlusspfiff einer Erlösung gleich. Und trotzdem zeigte die Partie eines deutlich: Müller, die Lebensversicherung des 1. FC, präsentiert sich pünktlich zum Derby am kommenden Freitag gegen die Drachen in Bestform. (Oliver Rabuser)

Aufrufe: 031.3.2025, 08:15 Uhr
Joshua EiblAutor