Herber Dämpfer für Geretsried bei der 0:4-Niederlage beim TSV 1860 Rosenheim
Das darf man wohl einen ordentlichen Dämpfer nennen. Statt – wie geplant – Revanche für die 0:1-Niederlage im Hinspiel zu nehmen, musste der TuS Geretsried am Sonntag die Heimreise vom Auswärtsspiel beim TSV 1860 Rosenheim mit einer 0:4-Klatsche antreten.
Ein fehlerhaftes Zuspiel in der Geretsrieder Offensive leitete in der zwölften Minute einen Rosenheimer Konter ein, den Liam Markulin zur Rosenheimer 1:0-Führung nutzte. „Da haben wir einfach nicht energisch genug verteidigt“, kritisierte Daniel Dittmann mangelhafte Entschlossenheit im Abwehrverhalten. Über technische Fehler und unsaubere Pässe konnte sich der Geretsrieder Trainer in der Folgezeit häufiger ärgern, wenngleich der erste Durchgang trotz frühen Rückstand hoffen ließ. Zwar verteidigten die Gastgeber ähnlich kompakt wie schon bei ihrem Besuch in Geretsried. Allerdings gelang es den Gästen dieses Mal durchaus, den Riegel zu überwinden. „Leider haben wir die Chancen, die sich daraus ergaben, nicht genutzt“, haderte Dittmann mit „vier, fünf Topmöglichkeiten“, die bestes Trefferpotenzial hatten.
Daniel Krebs traf den Ball nach Querpass von Belmin Idrizovic nicht richtig, so dass sein Schuss zu unplatziert war. Wenig später wurde der Ball nach einer Geretsrieder Ecke gerade noch vor Überschreiten der Torlinie geklärt. Srdan Ivkovic, gewöhnlich ein Torgarant, schaffte es im Alleingang nicht, TSV-Torhüter Alin Goia zu überwinden und hatte zudem Pech, dass ein Kopfball auf der Linie geklärt wurde. So ging es zwar mit einem knappen Rückstand aber auch einer guten Portion Optimismus für den zweiten Durchgang in die Pause.
Was sich nach Rückkehr auf den Platz abspielte, wertete TuS-Coach Dittmann als „die desolateste zweite Halbzeit der Saison“. Es begann damit, dass sich der für Daniel Krebs eingewechselte Fabio Pech schon kurz nach Wiederbeginn eine Zeitstrafe einhandelte. „Das war vollkommen überflüssig“, ärgerte sich Dittmann. „Unser Plan war damit schon mal durcheinandergekommen. Wir haben überhaupt keinen Rhythmus gefunden.“ Hinzu kam eine ungewohnte Fülle individueller Missgeschicke und „brutale Fehler im Spielaufbau“, die den Gegner immer wieder zu Kontern einluden. Zwei solcher Böcke nutzte Raphael Lang, der jeweils allein vor TuS-Keeper Cedomir Radic cool blieb und binnen acht Minuten das Ergebnis auf 3:0 schraubte. Den 4:0-Endstand besorgte Liam Markulin, der bei einer Flanke in der Nachspielzeit „allein in der Box stand“.
Zu diesem Zeitpunkt standen nach einer gelb-roten Karte, die Taso Karpouzidis für sein zweites taktisches Foul kassiert hatte, nur noch zehn Geretsrieder auf dem Feld. Das passte ins Bild eines völlig missratenen Sonntagnachmittags für den TuS. „Heute war wirklich alles dabei“, fasste Daniel Dittmann zusammen.
Wir haben überhaupt keinen Rhythmus gefunden
TuS-Trainer Daniel Dittmann zur Niederlage in Rosenheim