Aber von vorne: 45 Minuten lang boten beide Teams Schlafwagen-Fußball an. Kein Tempo, keine Torraumszenen. Nach der Pause ging`s dann aber richtig rund! Hatten die Nürnberger in der ersten Hälfte noch alles im Griff, kollabierten die "Cluberer" nach Wiederanpfiff. Ein Glückstreffer von Stefan Kutschke (53.) und zwei Kopfballtreffer von Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (66.) jeweils nach Freistoßflanken von Marcel Gaus brachten den 1. FCN trotz komfortablem 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel plötzlich an den Abgrund. Die Ingolstädter zählten die Minuten runter und hatten den Aufstieg in die 2. Liga schon zum Greifen nahe, zumal den Gästen in der Schlussphase nicht allzu viel einfiel.
Schon weit in der Nachspielzeit griff man auf Seiten des Clubs zu Bewährtem: Hoch und weit! Und das zahlte sich aus: Keeper Mathenia prügelte in der 96. Minute das Leder nach vorne, der FCI konnte zunächst klären, aber das Leder flog prompt wieder in den Strafraum. Zeit genug, um für die entscheidende Unruhe in der Ingolstädter Hintermannschaft zu sorgen. Für den Bruchteil einer Sekunde war das Bollwerk unsortiert, Fabian Schleusener stand alleine vorm Tor, grätschte den nahenden, langen Ball an Schlussmann Marco Knaller vorbei. Das Spielgerät trudelte ins rechte Eck – die Rettung für den 1. FC Nürnberg! "Football bloody hell" meinte Sir Alex Ferguson 1999 nach dem Drama von Barcelona. Auch der FC Ingolstadt hat nun sein ganz spezielles Trauma.
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Schiedsrichter: Christian Dingert (Burglichtenberg) - Zuschauer: 0
Tore: 1:0 Stefan Kutschke (53.), 2:0 Tobias Schröck (62.), 3:0 Robin Krauße (66.), 3:1 Fabian Schleusener (90.+6)